"Just to be yourself

is enough"
Shunryu Suzuki

Während meines Filmstudiums  in Dortmund und  Kuba habe ich angefangen,  mich mit dokumentarischen Formaten und Erzählweisen auseinanderzusetzen.

Im Verlauf meines Berufslebens als Kamerafrau, entdeckte ich zunehmend meine Faszination für die Schönheit des Augenblicks, für die Magie der vergänglichen, kurzlebigen Momente.

Film erzählt die Geschichte fließend und besteht aus einer Vielzahl solcher einfacher, kleinen, kostbaren Geschehnisse, die alleinstehend eine einzigartige Geschichte in sich tragen.

Die Fotografie, insbesondere die dokumentarische Familienfotografie, ist in den letzten Jahren für mich der unmittelbare Weg geworden, die Magie der ungestellten, spontanen Momente einzufangen und durch Fotos erinnerbar zu machen.

Alltag macht unser Leben aus und dennoch nehmen wir ihn als solchen kaum wahr. Er passiert nebenbei und ist dabei fast unsichtbar, taucht in den Bildern der Familienalben kaum auf und ist nichtsdesdotrotz das prägendste Element unseres Lebens.

Die Details des Alltags, die uns nicht erwähnenswert erscheinen, sind oft genau die Momente, an die wir uns später erinnern. 

Ich arbeite bei all meinen Fotoarbeiten dokumentarisch, lasse mich vom jeweiligen Moment inspirieren und versuche, diesen in seiner Einzigartigkeit einzufangen – ich setze kein künstliches Licht, sondern arbeite stets mit dem Licht, das ich vorfinde.

Ich gebe keine Anweisungen und inszeniere nicht.  Ich halte mich im Hintergrund, bin stille Beobachterin und greife nicht in das Geschehen ein. Für mich ist es zentral, mich auf die Situation und das jeweilige Umfeld einzulassen.

Mein Gefühl für den Moment, und meine Kreativität fließen dabei in den Prozess des Fotografierens mit ein und machen im besten Falle etwas sichtbar, was vorher im Verborgenen lag - das Gefühl des Augenblicks.

 

Wenn Ihr Euch für meine Bilder im Bereich Tanz/Porträt/Event interessiert:

©2020 Eva Radünzel-Kitamura - Berlin